Archäologische Grabungen vor dem Startschuss für das Kinderhospiz St. Martin
Wer in den letzten Wochen bei uns in Polling vorbeigeschaut hat, konnte schon beobachten: Auf dem Gelände des zukünftigen Kinderhospiz St. Martin wird gegraben. Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Baustelle wirkt, hat jedoch einen besonderen Hintergrund.
Mehr als "nur" Erdarbeiten
Bevor die eigentlichen Bauarbeiten für die Erweiterung des stationären Hospizes in Polling im Frühjahr 2026 beginnen können, muss der Boden sorgfältig untersucht werden. Aktuell laufen hier archäologische Grabungen, die im Rahmen des Denkmalschutzes vorgeschrieben sind. Ziel dieser Untersuchungen ist es, den Untergrund an der Stirnseite des Klosters Polling auf Spuren vergangener Epochen zu prüfen.
Das Gelände rund um das Kloster birgt eine reiche Geschichte. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier gelebt, gearbeitet, gebetet – und all das hat seine Spuren hinterlassen. Manche davon sind unsichtbar und ruhen tief unter der Erde. Die Aufgabe der Archäologen ist es, diese Zeugnisse zu sichern.
Warum Denkmalschutz so wichtig ist
Der Denkmalschutz dient nicht nur dazu, alte Mauern oder Bauwerke zu erhalten – er schützt auch das, was unter der Erde liegt. Funde aus früheren Jahrhunderten geben wertvolle Einblicke in das Leben unserer Vorfahren: in Handwerk, Alltag, Glauben und Kultur. Oft sind es kleine Gegenstände wie Tonscherben, Werkzeuge oder Münzen, die Geschichte greifbar machen. Damit dieses Wissen nicht verloren geht, werden Bauprojekte auf geschichtsträchtigem Boden von Fachleuten begleitet. Mit viel Fingerspitzengefühl und Spezialtechnik arbeiten sie sich Schicht für Schicht vor.
Vergangenheit trifft Zukunft
Für uns als Förderverein hat diese Bauvorbereitung eine besondere Symbolkraft: Mit dem Kinderhospiz St. Martin schaffen wir einen Ort, der in der Zukunft schwer kranken Kindern und ihren Familien Geborgenheit und Unterstützung geben wird – und das auf einem Gelände, das selbst eine lange Geschichte des Beistands und der Gemeinschaft erzählt. So entsteht eine Verbindung zwischen den Spuren der Vergangenheit und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Menschen, die hier einmal Hilfe finden werden.
Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf die Stirnseite des Klosters und den angrenzenden Garten. Dort, wo bald die Mauern des Neubaus stehen, werden derzeit Gräben gezogen, Erdschichten freigelegt und mögliche Funde sorgfältig dokumentiert. Noch wissen wir nicht, ob spektakuläre Entdeckungen gemacht werden. Aber jedes Stück, das ans Licht kommt, ist ein Teil der Geschichte dieses Ortes.
Wir bleiben dran – und Sie informiert
Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir berichten: ob in unserem Blog oder in den sozialen Medien des Hospizvereins. Es ist uns wichtig, dass Sie als Unterstützerinnen und Unterstützer den Fortschritt unseres Projekts miterleben – von den ersten Spatenstichen der Archäologen bis hin zur Eröffnung des Hauses.
Denn der Bau des Kinderhospiz St. Martin ist nicht nur ein Bauprojekt. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, getragen von Menschen, die sich für das Leben stark machen. Und es ist ein Ort, an dem sich Geschichte und gelebte Nächstenliebe begegnen.
Sie möchten die Erweiterung des Hospizes in Polling unterstützen?
Damit wir den Familien schwer kranker Kinder in Zukunft einen Ort der Geborgenheit und Unterstützung und Erwachsenen weiterhin einen Ort der Geborgenheit bieten können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Sie können direkt online oder per Überweisung an das Spendenkonto IBAN: DE23 7035 1030 0032 6915 45 spenden.
Vielen Dank für Ihr Engagement!
